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Störche in Bildern 2

   




Eine Frage, die man sich immer kritisch bezüglich unserem Umgang mit der Natur stellen sollte, ungeachtet dessen, was Momentaufnahmen suggerieren könnten: "Wie gut geht es 'dem Storch' wirklich, auf lange Sicht?"


Ich treffe immer wieder auf Leute, die mir sagen, es gäbe genug Störche. Diese Einschätzung ist vor allem dann zumindest erklärbar, wenn diese Aussage vor dem Hintergrund des Antreffens mehrerer Störche in einer Gegend getroffen wird. Von jenen "Anhäufungen" darf man sich jedoch nicht täuschen lassen! Häufig handelt es sich um Durchreisende, die sich irgendwo zu ihrem langen und beschwerlichen Weg in die Winterquartiere gesammelt haben. Sie machen nun Rast, tanken neue Kraft, essen sich satt (so denn möglich ...) und die große Mehrzahl von ihnen, wo auch immer im Augenblick sich aufhaltend, lebt einem sehr ungewissen Schicksal entgegen. Die Räume für die Störche werden immer enger und enger und enger. Nach wie vor muß man leider feststellen: Der Storch gehört nach wie vor zu einer sehr gefährdeten Spezies und es ist allerhöchste Zeit, daß ein Umdenken auf breiter Ebene erfolgt, will man den Weißstorch erhalten, sich an den schönen, stolzen, lieben und doch so verletzbaren Tieren erfreuen können. Von so manchem sogenannten Naturfreund (auch von einigen, die in einschlägigen Verbänden Mitglied sind!) hörte ich schon mehrfach, daß der Storch eben dort sich niederlassen solle, wo er "sein ihm angemessenes Biotop" fände, wo er "hingehört". Stimmt: der Storch braucht "seine Biotope"; werden diese aber -- wie gegenwärtig der Fall -- immer weniger, werden auch die Störche immer weniger. Diese logischen Zusammenhänge zu erfassen, sollte doch nicht allzu schwierig sein und selbst bei geringerem Geistesvermögen übersehbar und erfaßbar sein. Ist es -- leider! -- nachweislich bei diversen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen jedoch nicht ... Daß der Mensch damit auch seine Lebensgrundlage gefährdet, ist für viel zu viele, vor allem der "Definitionsmachtinhaber" leider bislang noch kein geistiges Allgemeingut geworden, zumindest keines, das auch eine entsprechende nachhaltige Verhaltens- und Handlungskomponente nach sich zieht. Es überwiegt: die Gier! Es überwiegt die Geringschätzung der Tierwelt. Es überwiegt: eine unangemessene menschliche Hybris! (Unter 'Hybris' versteht man Hochmut, Selbstüberschätzung, Realitätsverlust, Überschätzung eigener Fähigkeiten, Kompetenzen und Kenntnisse vor allem von Menschen in Machtpositionen, hier also dann nicht nur: 'Macht' über Tiere ... Und was für Planungen aus all dieser 'Hybris' zum großen Schaden des Gesamtkontextes -- freilich zum vermeintlichen Nutzen von Partikularinteressen! -- entstehen, kann man tagtäglich erleben, so man es denn wahrnehmen und zur Kenntnis nehmen möchte.)


Nun kann die Nachtruhe bald beginnen (26. Oktober 2014) ...



... und wir bleiben über den Winter wohl hier (das Storchenpaar von Türkheim / Schwaben) ...


 

... nicht alles ist gleich, was oberflächlich betrachtet als "gleich" erscheinen mag ...

Bilder vom 12. November 2014


Das Storchenpaar von Türkheim und seine jeweiligen Jungstörche "dürfen" unmittelbar unter ihrem Horst auf dem Rathaus (ehemaligem Schloß) zum Beispiel beim Herzogsfest (im Juni, wenn die Brut eine durchaus kritische Phase durchmacht!) immer wieder ein Feuerwerk erleben. Hier scheint kleinbürgerliche Freude wieder einmal den Vorzug vor Rücksichtnahme gegenüber Tier und Natur zu erhalten. Ich persönlich finde es schon sehr seltsam, wenn man sich übers Jahr der Anwesenheit  von Störchen rühmt, sie aber letztlich nur als Staffage für ein Dorfbild benützt, anstatt ihnen auch die notwendige und gebotene Ruhe zu lassen. Man könnte sich ja auch ohne Krach, Geldverpulverei und gekünsteltem Lichtgespiele "unterhalten", ohne all diesen Radau zufrieden sich Freude verschaffen, glücklich sein. Man könnte, man könnte ... Aber man kann halt nicht, will halt nicht ...  Zudem weiß man sich bei all diesem Getöse in guter Gesellschaft, man ist mit dieser fehlenden Rücksichtsnahme weiß Gott nicht alleine auf weiter Flur. Immer wieder gibt es rücksichtslos Feuerwerke zum  Schaden und zur Beeinträchtigung von den Tieren. Aber gegen fehlende Einsicht, gegen Dumpfheit, gegen merkwürdige Formen der Fremdbestimmung, gegen Einfallslosigkeit -- gegen all das und einiges mehr kämpft man eben weitgehend vergebens ... Gute Nacht!






Und dann kam er doch noch: der Winter ... Die Störche von hier zogen fast alle weiter südwärts. Nur "unser" Stammpaar in Pfaffenhausen harrt(e) aus ...


         
Die Landschaft der Störche im Winter. Und ein Nest wird "bewacht"; der Horstbesitzer-Storch auf dem Blindenheim genießt die herrliche Wintersonne (am 12. Februar 2015)